12.Wurde das richtige Reingungsverfahren gewählt? Welche Verfahren wurden gewählt?

Die Verfahren für die Abwasserbehandlung auf der ARA Seeland Süd wurden in der Variantenstudie unter Berücksichtigung der notwendigen Reinigungsleistung, der Wirtschaftlichkeit und der gegebenen Randbedingungen des Standortes, also auch der beschränkten Platzverhältnisse, als Bestvariante ausgewiesen.

  Für die Wahl der Biologie wurden folgende Kriterien betrachtet:

-       Gesellschaftliche Akzeptanz (Lärm, Geruch, Reserven etc.)

-       Umwelt (Beanspruchung Waldfläche, Betriebsmittelverbrauch, Ablaufqualität, Energieverbrauch)

-       Wirtschaftlichkeit (Investition, Betrieb, Betriebssicherheit)

Dabei hat sich das Verfahren der Biofiltration als am besten für den Standort und die Ansprüche der ARA Seeland Süd erwiesen.  

Für die neue Stufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen (EMV) wurde die Kombination aus Ozonierung und anschliessender Filtration durch einen Sandfilter gewählt, da diese Kombination platzsparend ist und alle Anforderungen an die Reinigungsleistung erfüllt. Die Ozonierung zur Elimination von Mikroverunreinigungen entspricht dem Stand der Technik und ist der Behandlung durch Aktivkohle gleichzusetzen. Ihre Eignung für das Abwasser der ARA Seeland Süd wird aktuell durch Labortests überprüft. Auf der ARA Neugut in Zürich wird das Verfahren seit März 2014 bereits erfolgreich eingesetzt. Der nachgeschaltete Sandfilter minimiert die Phosphor- und GUS-Konzentration (Gesamte ungelöste Stoffe) im Ablauf der ARA und trägt somit zusätzlich zu einer geringeren Belastung des Murtensees bei.