14.Warum wird für die EMV-Stufe nicht Aktivkohle verwendet?

Grundsätzlich sind beide Verfahren für kommunale Abwasserreinigungsanlagen geeignet und haben vergleichbare Reinigungsleistungen. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Die Wahl muss unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen getroffen werden. Falls sich das Abwasser für die Behandlung mit Ozon eignet, wird das Verfahren prioritär gewählt, da die Ozonung im Vergleich mit erprobten Aktivkohle-Verfahren den geringsten Platzbedarf und die tiefsten Investitions- und Betriebskosten aufweist.  

Die bereits durchgeführten Ozontestverfahren sind für die Abwässer der ARA Murten und der ARA Kerzers positiv verlaufen. Demnach eignet sich die Ozonung zur Elimination von Mikroverunreinigungen. Zusammenfassend sprechen folgende Punkte für den Einsatz der Ozonung:

-       Ozontestverfahren: Alle Zeichen auf Grün

-       Platzsparend

-       Keine negativen Wechselwirkungen auf andere Verfahrensstufen

-       Kompatibel mit den vorgesehen Verfahrensstufen (Biofilter)

-       Sandfilter hat doppelten Nutzen (Nachbehandlung Ozonung und Rückhalt von Phosphor und GUS [gesamte ungelöste Stoffe, also Partikel])

-       Geringste Investitions- und Betriebskosten

-       Erprobtes Verfahren, Stand der Technik

Auf der Homepage der ARA Seeland Süd findet sich eine Präsentation, welche die Verfahrenseignung aller möglichen Verfahren in Bezug auf die ARA Seeland Süd darstellt.