34.Ist die Einleitung der ARA Seeland Süd in den Murtensee gesetzlich möglich und umwelttechnisch vertretbar?



Der Technische Bericht für das Projekt ARA Murten von 1970 beschreibt die Einleitung in den Murtensee wie folgt: „Als optimale Lösung [….] [empfiehlt das] Geographische Institut der Universität Bern den Abfluss der Kläranlage zurück zu pumpen, bis auf die Höhe des Schulhaus Muntelier, und ihn dort mittels einer relativ kurzen Seeleitung in ca. 7 m Tiefe unter dem Wasserspiegel einzuleiten. Das Abwasser würde von der starken Strömung erfasst und vom Ufer weg abgetrieben. Es wird sich in der Sprungschicht einschichten. Die Lichtintensität […], welche in dieser Tiefe herrscht, beträgt max. 3.5% derjenigen an der Oberfläche, was für die Pflanzenproduktion nicht ausreicht. Das Abwasser wird infolge der ausgeprägten Temperaturschichtung im See während des Sommerhalbjahres stabil in diesem Horizont bleiben […]. Erst während den Monaten Oktober und November wird das gereinigte Abwasser von der totalen Umwälzung des Sees erfasst werden und sich mit dem ganzen Seeinhalt vermischen, sowie in verdünnter Form zum Abfluss gelangen. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch die Vegetationsperiode für das Algenwachstum bereits vorbei und die Nährstoffe werden somit unter kleinstmöglicher Beeinflussung des Sees abgeführt.“